01. März 2019: Hauptversammlung Gesamtfeuerwehr Nürtingen

389 Alarmierungen, damit die höchste Einsatzquote der letzten zehn Jahre, gab es 2018 für die sechs Abteilungen der Nürtinger Feuerwehr. Stadtbrandmeister Ralf Bader berichtete am Freitagabend bei der Hauptversammlung in der Zizishäuser Inselhalle auch von einer mit 414 Mitgliedern steigenden Zahl an Feuerwehrleuten.

Rund 200 Kameraden der Abteilungen Stadtmitte, Hardt, Neckarhausen, Raidwangen, Reudern und Zizishausen waren der Einladung zur Hauptversammlung der Gesamtwehr gefolgt. Ebenso der Oberbürgermeister, Stadträte, weitere Ehrengäste und Vertreter befreundeter Organisationen. 414 Mitglieder, damit sieben mehr als im Vorjahr, gehörten der Nürtinger Gesamtfeuerwehr zum Jahresende 2018 an. Davon waren 246 an den insgesamt 389 Einsätzen beteiligt.

Der Stadtbrandmeister berichtete von 91 Brandeinsätzen, 235 technischen Hilfeleistungen und 63 Fehlalarmierungen. Insgesamt wurden 2018 über 6000 Einsatzstunden geleistet. Eine gute Ausbildung ist dabei die Grundlage zu einer hohen Leistungsstärke. Zahlreiche Feuerwehrkameraden nahmen an Lehrgängen und Fortbildungen, wie der Atemschutzübung, dem Brandüberwachungscontainer und am silbernen und goldenen Leistungsabzeichen teil.

60 Angehörige der Feuerwehr Nürtingen waren an der groß angelegten Übung der Deutschen Bahn im Bereich des Bahnhofes Nürtingen im Einsatz (wir berichteten). 2018 wurden die letzten beiden Abteilungen, Neckarhausen und Zizishausen, mit den neuen Ausgehuniformen ausgestattet. Der Musikzug hatte unter Leitung von Stabsführer Steffen Kaiser zwölf Auftritte, unter anderem beim Altenrieter Brezelmarkt und beim Nürtinger Maientag.

Stadtjugendfeuerwehrwart Oliver Pfeiffer betreut gemeinsam mit 18 Jugendwarten und Jugendleitern in der Jugendfeuerwehr 74 Jugendliche, darunter elf Mädchen. 36 Jugendfeuerwehrler legten 2018 die Prüfung zur Jugendspange erfolgreich ab. „Das Mindestalter der Jugendfeuer soll von zehn auf acht Jahre herabgesetzt werden“, hofft Pfeiffer, dass die Feuerwehr dadurch noch attraktiver für den Nachwuchs wird. 22,60 Euro jährlich pro Mitglied steuert die Stadt bei, berichtete Kassier Rainer Thumm, der von einer weiter stabilen Kassenlage sprach, und von den Kassenprüfern Stefan Anderle und Klaus Kessler eine einwandfreie Kassenführung attestiert bekam.

Oberbürgermeister Otmar Heirich stellte die Wichtigkeit der Feuerwehr heraus. „Eigentlich hat es ja auf der Welt überall gebrannt, und 2018 herrschte eine große Hitze“, spielte der OB auch auf die politisch brisante Weltlage und den Jahrhundertsommer des letzten Jahres an. „Ihre Aufgaben, die sie alle ehrenamtlich entrichten, werden immer vielseitiger“, attestierte Heirich den Florianjüngern Leistungsstärke und Zuverlässigkeit. „Sie sind eine tolle Truppe, auf die die Stadt stolz sein kann“.

Zahlreiche Kameraden geehrt

Gemeinsamt mit Ralf Bader nahm der Oberbürgermeister die Auszeichnung von 18 Feuerwehrkameraden für 15-, 25- und 40-jährigen aktiven Dienst vor. Marco Iannarone, Felix Huber, Tobias Ludwig-Schwertner und Robert Libert (alle 15 Jahre), Markus Gärtner, Philipp Kühne, Kerstin Haberspörg, Peter Schweikert, Marcel Bosch, Michael Kohler (alle 25 Jahre), Uwe Eisinger, Andreas Lepple, Georg Stäbe, Horst Kotschner, Ulrich Traub, Jürgen Kral, Alexander Müller und Bernhard Veil (alle 40 Jahre) wurden geehrt.

Sportliche Höchstleistungen bei der Ablegung des Deutsche-Feuerwehr-Fitness-Abzeichen haben sechs Kameraden vollbracht. Niklas Welsch (Bronze), Philipp Gürntke und Alexander Müller (alle Silber) Thilo Kunz, Gerd Micko und Robin Armbruster (alle Gold) wurden dafür ausgezeichnet.

Eine besondere Ehre wurde Oberbürgermeister Otmar Heirich zuteil. Er wurde bei seiner letzten Hauptversammlung als Oberhaupt der Nürtinger Feuerwehr zum Ehrenmitglied ernannt. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Rolf Binder bedankte sich im Namen aller Abteilungen bei Ralf Bader für dessen fachliche Kompetenz und sein außergewöhnliches Engagement.

Die 90-minütige Hauptversammlung wurde vom Spielmannszug musikalisch eröffnet und beendet.

Bild der Geehrten.

Text + Bild: Nürtinger Zeitung, Rudi Fritz

08. Februar 2019: Hauptversammlung Abt. Reudern

Die Freiwillige Feuerwehr Nürtingen, Abteilung Reudern, hielt kürzlich ihre Jahreshauptversammlung ab. Kommandant Hans-Joachim Zeitler begrüßte neben seinen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden den Ortsvorsteher Bernd Schwartz, Stadtbrandmeister Ralf Bader sowie einige Ortschaftsräte.

Jugendfeuerwehrwart Dieter Eppinger blickte in seinem Bericht auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neben den normalen Übungen wurden im letzten Jahr zahlreiche Aktionen unternommen. Die Übung aller Nürtinger Jugendfeuerwehren, die in Reudern an der evangelischen Kirche stattfand, wurde als Höhepunkt des Jahres hervorgehoben.

Der Kassenbericht wurde vom stellvertretenden Kommandanten Benjamin Feuchter vorgetragen, der daraufhin entlastet wurde.

Abteilungskommandant Hans-Joachim Zeitler blickte in seinem Bericht auf das vergangene Jahr zurück. Er ging auf die 20 Alarmierungen ein, welche zu bewältigen waren. Die Personalstärke der Wehr belief sich zum Jahresende auf 44 Kameraden in der Einsatzabteilung, elf Jugendfeuerwehrangehörige und fünf Mann in der Altersabteilung. Nachdem in den letzten beiden Jahren die Anzahl der Jugendfeuerwehrmitglieder durch die Übernahme in die Einsatzabteilung stark gesunken war, konnten im letzten Jahr wieder einige neue Mitglieder gewonnen werden, sodass hier mit Zuversicht in die Zukunft geblickt werden kann.

Zeitler berichtete unter anderem, dass 32 Übungen abgehalten wurden. Erwähnt wurden auch die Kameraden, die sich über das Jahr weitergebildet und verschiedene Lehrgänge besucht haben.

Annabel Zeitler hat das silberne Leistungsabzeichen in Stuttgart abgelegt. Unter der Führung von Sven Gschweng als Gruppenführer haben die Kameraden Volker Appl, Robert Libert, Martin Metzger, Timo Guth, Sebastian Stephan, Felix Pfitzenmaier und Florian Zeitler in Mössingen das goldene Leistungsabzeichen erworben.

Nach der Entlastung der Führung durch Ortsvorsteher Bernd Schwartz wurden folgende Kameraden geehrt: Für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Robert Libert, für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Kerstin Haberspörg und Peter Schweikert geehrt. Für 50-jährige Mitgliedschaft konnte Hermann Haussmann eine Ehrenurkunde überreicht werden.

Auch einige Beförderungen standen auf dem Programm. So wurden Sven Gschweng zum Hauptlöschmeister, Peter Schweikert zum Hauptfeuerwehrmann, Timo Guth und Florian Zeitler zum Oberfeuerwehrmann und Michael Manthey, Luca Guth und Mark Rockenbauch zum Feuerwehrmann befördert.

Zum Abschluss bedankte sich der Abteilungskommandant bei Ortsvorsteher Bernd Schwartz, der Ortsverwaltung und dem Ortschaftsrat sowie bei Stadtbrandmeister Ralf Bader, seinem Stellvertreter Benjamin Feuchter und bei seinen Feuerwehrkameraden für die Unterstützung im vergangenen Jahr.

Ortsvorsteher Schwartz würdigte in seinen Schlussworten den Einsatz der Feuerwehr. Er dankte für den Einsatz und den erbrachten Zeitaufwand zum Wohle der Allgemeinheit.

Stadtbrandmeister Ralf Bader ging in seinen Schlussworten auf das vergangenen Jahr sowie auf die zukünftigen Aufgaben ein. Auch der stellvertretende Abteilungskommandant Benjamin Feuchter bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Von links: Stadtbrandmeister Ralf Bader, Kerstin Haberspörg, Ortsvorsteher Bernd Schwartz, Hermann Hausmann, Peter Schweikert, Luca Guth, Mark Rockenbauch, Michael Manthey, Robert Libert, Timo Guth, Florian Zeitler, Sven Gschweng, Kommandant Hans-Joachim Zeitler und Stellvertretender Abteilungs-Kommandant Benjamin Feuchter

11. Februar 2019: Tag des europaweiten Notrufs 112

Ob Feuer in Finnland oder Unfall in Ungarn: Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Die Telefonnummer 112 ist mittlerweile in allen Staaten der Europäischen Union die Nummer in Notfällen. Auch in sämtlichen Handynetzen verbindet 112 mit der zuständigen Notrufzentrale. 

Jedoch wissen bislang nur 42 Prozent der Menschen in Deutschland (Stand 2014), dass die 112 nicht nur im eigenen Land, sondern überall in der Europäischen Union (EU) Hilfe bringt. Damit liegt die Bundesrepublik in der Eurobarometer-Umfrage erstmals über dem EU-Durchschnitt von 41 Prozent. Bei einem Notfall in Deutschland würden 82 Prozent der Befragten die 112 wählen.

Der Hintergrund: Die Europäer sind aus beruflichen oder privaten Gründen immer häufiger in anderen Ländern der EU unterwegs, weshalb eine EU-weit einheitliche Notrufnummer sehr sinnvoll ist. So müssen die Bürger sich statt mehrerer Notrufnummern nur noch die 112 merken – und bekommen überall adäquate Hilfe!

  • Der Anruf: Die Notrufnummer 112 kann von überall her erreicht werden: Egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon. Beim Handy muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein. Seit Inkrafttreten dieser Vorschrift im Sommer 2009 hat sich das Aufkommen der „Spaß“-Anrufe in den Leitstellen enorm verringert. 
  • Die Kosten: Das Gespräch mit der Notrufnummer ist immer kostenlos!
  • Die Antwort: Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf Notfälle vorbereitet: In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland häufig auch Englisch; in Grenznähe auch die Sprache der Nachbarregion.

Absetzen eines Notrufs

Im Finnland-Urlaub brennt es plötzlich in der Ferienwohnung; bei der Fahrt durch Ungarn kommt es zum Verkehrsunfall – Sie zücken Ihr Telefon, wählen den EU-weiten Notruf 112 und erreichen die Leitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei. Was sind nun die wichtigsten Informationen für den Menschen am anderen Ende der Leitung?

  • Was ist passiert? Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen.
  • Wo ist es passiert? Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden.
  • Wie viele Verletzte/betroffene Personen sind es? Vom einzelnen Fußgänger bis zum vollbesetzten Schulbus – abhängig von der Anzahl der gefährdeten Menschen werden unterschiedlich viele Rettungsmittel benötigt. Wenn die Leitstelle dies bereits beim Notruf erfährt, kann sie zielgerecht alarmieren.
  • Wer ruft an? Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann. 
  • Warten auf Rückfragen? Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.

Deutscher Feuerwehrverband

25. Januar 2019: Warnapp NINA bewährtes Warn-Mittel

An dieser Stelle möchte die Freiwillige Feuerwehr Reudern auf die Warn-App Nina aufmerksam machen.

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, können wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einem Großbrand erhalten werden. Optional auch für den aktuellen Standort. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

Drei Hauptgründe, die Warn-App NINA zu nutzen

  1. Mit NINA können alle Warnmeldungen, die über das Modulare Warnsystem (MoWaS) herausgegeben werden und  Wetterwarnungen des DWD und Hochwasserinformationen empfangen werden – alles über eine App
  2. Die App informiert aktiv über aktuelle Gefahren, denn die Push-Funktion von NINA macht auf neue Warnungen aufmerksam.
  3. Verhaltenshinweise und allgemeine Notfalltipps von Experten helfen dabei, sich auf mögliche Gefahren vorzubereiten. So kann man sich und andere besser und schneller schützen.

Wie kann NINA installiert werden?

Die Warn-App NINA kann für die Betriebssysteme iOS (ab Version 8.0) und Android (ab Version 4) genutzt werden. Die App ist kostenfrei erhältlich über iTunes und den Google play Store.

22. November 2018: Spendenaktion der Volksbank „Gemeinsam mehr bewegen“

Im Rahmen der Spendenaktion hat die Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG ihre Mitglieder aufgerufen Vereine, Einrichtungen und Institutionen für eine Förderung vorzuschlagen. Auch in diesem standen wieder 75.000 Euro für Projekte zur Verfügung. Über 200 Förderanträge wurden eingereicht. Insgesamt erhielten 98 Vereine eine Spende aus der Spendenaktion. Eine Jury, die aus Mitgliedern der Bank besteht, hat die eingereichten Projekte gesichtet und ausgewählt. Vom 04.10. – 05.11.2018 konnten alle Mitglieder der Volksbank ab 18 Jahren beim Mitglieder-Voting für ihre Favoriten im Internet abstimmen.

Hier haben wir uns mit dem Projekt „Beschaffung eines Wassersaugers“ beworben (wir berichteten) und wurden erfreulicherweise mit 1.000 Euro berücksichtigt.

Im Rahmen der Spendenvergabe-Veranstaltungen im November wurden die Spenden überreicht.

Unser großer Dank gilt der Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG, der Stadt Nürtingen und natürlich den Mitgliedern der Volksbank, welche für unser Projekt gestimmt haben um diese Beschaffung realisieren zu können.

Bild zeigt v.l.n.r.: Peter Maier (stellv. Bereichsleiter Privatkunden), Benjamin Feuchter (stellv. Abteilungskommandant), Hans-Joachim Zeitler (Abteilungskommandant), Timo Unger (Kundenberater Filliale Braike)

28. Juli 2018: Abnahme Leistungsabzeichen in Gold

Am Nachmittag des 28. Juli 2018 war es endlich soweit. Anlässlich des 150 jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Mössingen und des Kreisfeuerwehtags des Landkreises Tübingen fand in Mössingen die Abnahme des goldenen Leistungsabzeichens statt. Was über mehrere Monate, teilweise mehrmals die Woche geübt und vorbereitet wurde, konnte in die Tat umgesetzt werden.

Unter den kritischen Blicken der Schiedsrichter des Landkreises Tübingen wurden die Übungen „Brandeinsatz“ und „Technische Hilfeleistung“ mit vollem Erfolg vorgetragen. Im Anschluss wurde von der Gruppe das Leistungsabzeichen in Gold mit Freude entgegen genommen.

Zu den Klängen der Partyband HochWild beim Weilheimer Teckbotenpokal ließen die Jungs den stressigen Prüfungstag in ausgelassener Stimmung ausklingen.

Gold-Jungs v.l.n.r.: Marcel Kaiser (Abt. Hardt), Sven Gschweng, Felix Pfitzenmaier, Robert Libert, Florian Zeitler, Timo Guth, Volker Appl, Martin Metzger (auf dem Bild fehlt Sebastian Stephan)

30. Juni 2018: Hohe Waldbrandgefahr

Durch anhaltende Hitze und Trockenheit warnt der Deutsche Wetterdienst derzeit vor hoher Waldbrandgefahr.

Es sollte vermieden werden, Feuer in Waldnähe zu entzünden, entzündete Feuer unbeaufsichtigt zu lassen, Zigaretten, brennende Gegenstände oder Glasflaschen achtlos wegzuwerfen.

Auch in der kommenden Woche ist mit einer hohen Waldbrandgefahr zu rechnen.

07. Dezember 2017: Brandschutz in der Advents- und Weihnachtszeit

Immer wieder kommt es in der (Vor)Weihnachtszeit zu schweren Wohnungsbränden. Ursache sind oftmals der falsche Umgang mit offenem Feuer und trockene Weihnachtsdekorationen. Damit Ihre Feiertage ruhig und besinnlich bleiben, gibt der Landesbranddirektor folgende Hinweise:

Schnelles Austrocknen verhindern

Verwenden Sie nur frisch gebundene Adventskränze und bewahren Sie den Weihnachtsbaum bis zur Aufstellung in kühlen und möglichst nicht beheizten Räumen auf. Stellen Sie den Baum dabei am besten in einen mit Wasser gefüllten Topf oder Kübel, damit dieser nicht so stark austrocknet.

Sicheres Aufstellen

Für Adventskranz und Weihnachtsbaum gelten: Verwenden Sie eine nicht brennbaren Unterlage. Für einen Weihnachtsbaum verwenden Sie weiterhin eine kipp- und standsichere Vorrichtung. Bewährt haben sich im Handel erhältliche Christbaumständer mit wasserbefüllbaren Behältnissen, die eine möglichst große Standfläche haben.

Vorsicht mit echten Kerzen

Falls Sie echte Kerzen verwenden, nutzen Sie nicht abtropfende Kerzen auf Kerzenhaltern aus Metall mit Wachsauffangschale. Die Kerzen müssen stets senkrecht und nicht zu nah an einem Zweig in den Haltern stecken. Achten Sie auf eine sichere Befestigung. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn kleine Kinder oder freilaufende Haustiere anwesend sind. Zünden Sie die Kerzen nur an, wenn der Kranz beziehungsweise der Weihnachtsbaum noch nicht ausgetrocknet ist und die Kerzen noch nicht heruntergebrannt sind. Trockene Zweige brennen schnell und heftig ab und stellen deswegen ein großes Brandrisiko dar. Verzichten Sie auf Sternwerfer (Wunderkerzen), schon alleine der Umwelt zuliebe. Bleiben Sie immer im Zimmer, solange die Kerzen brennen.

Zusätzlich gilt:

Bei einem Weihnachtsbaum zünden Sie die Kerzen immer von oben nach unten an und löschen diese immer in umgekehrter Reihenfolge, also von unten nach oben.

Geprüfte elektrische Lichterketten verwenden

Greifen Sie bei der Weihnachtsbeleuchtung nach Möglichkeit immer auf mit Prüfzeichen (VDE, GS) gekennzeichneten elektrischen Advents- und Weihnachtschmuck zurück. Das ist auf jeden Fall die sicherste Wahl.

Freihalten von Fluchtwegen

Stellen Sie Weihnachtsbäume immer so auf, dass im Falle eines Brandes der Raum noch ungehindert verlassen werden kann. Stellen Sie sie deshalb niemals unmittelbar neben Ausgangstüren auf.

Abstand einhalten

Halten Sie beim Aufstellen des Baumes einen Schutzabstand von mindestens 50 cm zu brennbaren Vorhängen, Decken und Möbeln.

Nicht brennbaren Schmuck verwenden

Verwenden Sie als Weihnachtsschmuck möglichst keine brennbaren Stoffe (Papier, Watte, Zelluloid, Zellwolle usw.).

Entfernen Sie ausgetrocknete Zweige, Teile und Bäume rechtzeitig.

Löschmittel bereithalten

Halten Sie einen mit Wasser gefüllten Eimer bereit. Ein Funke genügt oft schon, damit ein ausgetrockneter Weihnachtsbaum fast explosionsartig abbrennt.

Beachten Sie auch, dass die inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Rauchwarnmelder in der Wohnung durch die rechtezeitige akustische Warnung das Risiko der unbemerkten Brandausbreitung enorm verringern. Vergessen Sie dabei nicht, die installierten Geräte regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls die Batterien zu erneuern. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu einem Brand kommen, melden Sie dieses unverzüglich Ihrer Feuerwehr über den europaweiten und kostenfreien Notruf 112.

13. Oktober 2017: Rauchmeldertag 2017

Am Freitag, den 13. Oktober ist wieder bundesweiter Rauchmeldertag. Anlässlich des Aktionstages weist die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ alle Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland darauf hin, die gesetzliche Rauchmelderpflicht umzusetzen. Neben der korrekten Installation gehört dazu auch die regelmäßige Wartung der Rauchmelder. Das gilt für das Eigenheim und selbstgenutzte Eigentumswohnungen wie für vermietete Immobilien. Eigentümer sind verpflichtet, die von ihnen oder durch Dritte installierten Geräte gemäß Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und ihre Betriebsbereitschaft sicherzustellen. (Diese mietrechtliche Pflicht gilt laut Initiative „Rauchmelder retten Leben“ bundesweit. Damit verdrängt sie in bestehenden Mietverhältnissen anderslautende Regelungen in einzelnen Landesbauordnungen zur Zuständigkeit von Mietern für die Wartung von Rauchmeldern.)
Rauchmelder retten Leben

Aus der Praxis wissen wir, dass gerade private Eigentümer von Wohnungen und Häusern oft nicht ausreichend über die geltende Rauchmelderpflicht informiert sind. Vielen ist einfach nicht bewusst, dass sie für die Umsetzung verantwortlich sind, ganz gleich, ob sie ihre Immobilie vermieten oder selbst bewohnen. Dabei geht es im Ernstfall um Leben und Tod. Denn bei einem Brand kann eine Rauchgasvergiftung schon nach zwei Minuten tödlich sein. Es zählt also jede Sekunde. Rauchmelder reagieren sofort auf entstehenden Brandrauch und retten durch ihre lauten Alarmtöne regelmäßig Menschenleben. Dafür müssen sie allerdings einwandfrei funktionieren.

Wertvolle Tipps zur richtigen Pflege sowie Beispiele für Alarm- und Batteriewarntöne von Rauchmeldern sind auf der Website der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ abrufbar. Sie helfen, Verbraucher gezielt aufzuklären und verhindern Falschalarme und somit Fehlfahrten der Feuerwehr. Manchmal werden wir alarmiert, obwohl es nicht brennt, sondern der Rauchmelder beim Nachbarn einfach nur piept, weil die Batterie leer oder verdreckt ist. Dabei ist es ganz einfach, Alarmtöne von Warntönen oder gar einem Wecker oder einer Tiefkühltruhe zu unterscheiden. So können sie sicher feststellen, ob nur die Rauchmelderbatterie schwach ist und ausgetauscht werden muss oder ob es sich um einen echten Alarm handelt.

Hinweise zur Rauchmelderpflege und verschiedene Beispieltöne sind verfügbar unter: www.rauchmelder-lebensretter.de/rauchmelder-pruefen

Den Rauchmeldertag gibt es seit 2006. Sein Motto lautet: „Freitag der 13. könnte Ihr Glückstag sein“. Im kommenden Jahr findet der Rauchmeldertag am 13. April und 13. Juli statt.